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Berühmte Söhne und Töchter: der Physiker Einsteins, die Stimme von „El talismán" und der Barbier von Haría

Lanzarote · 3 Min. Lesezeit

Berühmte Söhne und Töchter: der Physiker Einsteins, die Stimme von „El talismán" und der Barbier von Haría

Drei Insel-Leben zum Angeben. Blas Cabrera, geboren 1878 in Arrecife, war der Vater der spanischen Physik: Weltkoryphäe des Magnetismus, nahm er an den legendären Solvay-Kongressen neben Einstein, Curie und Bohr teil — und Einstein besuchte und lobte sein Labor in Madrid. Rosana Arbelo aus Arrecife eroberte die Neunziger mit „El talismán" und füllt weiterhin Theater mit ihrer Gitarre und ihrem conejero-Lächeln. Und Ladislao Rodríguez, „el mudo de Haría", der gehörlose Barbier, dessen Barbierstube jahrzehntelang das soziale Herz seines Dorfes war: 2025 widmete ihm Haría eine Bronzestatue — sitzend in seinem Barbierstuhl, natürlich. Genie, Stimme und Güte: drei Arten, groß zu sein, wenn man auf einer kleinen Insel geboren wird.

Kleine Inseln bringen große Biografien hervor, und Lanzarote hat eine überraschend vielfältige Galerie berühmter Kinder. Hier sind drei, ausgewählt, weil sie das ganze Spektrum abdecken: die Wissenschaft, die Kunst und jene höchste Kategorie, die darin besteht, ein guter Mensch zu sein.

Der Erste spielte in der Liga der Giganten. Blas Cabrera Felipe wurde 1878 in Arrecife geboren, Sohn einer Inselfamilie, und wurde zum Vater der experimentellen Physik Spaniens. Professor in Madrid, Weltreferenz im Magnetismus — seine Messungen der magnetischen Eigenschaften der Elemente waren jahrzehntelang Kanon —, leitete er die großen Labore der spanischen Vorkriegswissenschaft und vertrat Spanien bei den Solvay-Kongressen, jenen Gipfeltreffen, auf denen rund zwanzig Köpfe — Einstein, Marie Curie, Bohr, Schrödinger — die Realität neu entwarfen. Mit Einstein pflegte er direkten Kontakt: Der Deutsche besuchte 1923 sein Labor in Madrid und lobte seine Arbeit. Der Bürgerkrieg trieb ihn ins Exil — er starb 1945 in Mexiko —, und jahrzehntelang blieb sein Name zu Unrecht verdunkelt. Heute rehabilitiert ihn die spanische Wissenschaft mit allem: Preise, Institute und Kongresse tragen seinen Namen, und seine Insel erzählt es mit Stolz — der Junge aus Arrecife, der mit Einstein diskutierte.

Die Zweite brachte die Insel in alle Radios. Rosana Arbelo — schlicht Rosana — wuchs in Arrecife in einer kinderreichen Familie auf und verließ die Insel mit einer Gitarre und einer Handvoll Lieder. 1996 räumte ihr Debüt „Lunas rotas" ab: „El talismán" und „Sin miedo" liefen auf dem halben Planeten, mit Millionen verkaufter Alben und Tourneen durch Europa und Amerika. Dreißig Jahre später ist sie weiter aktiv, mit dieser ihr eigenen Mischung aus leuchtender Poesie und Rhythmus — und hat ihre Wurzeln nie losgelassen: Ihre Heimkehr ist jedes Mal ein Ereignis, und in ihren Interviews erscheint die Insel stets als Quelle ihres Lichts. Wenn irgendwo im Strandlokal „El talismán" läuft, weißt du jetzt: Auch das ist ein Lokalprodukt.

Der Dritte verließ sein Dorf nie — und gerade deshalb ist er Legende. Ladislao Rodríguez Bonilla, „el mudo de Haría", war der Barbier des Ortes: von Geburt an gehörlos, machte er seine Familien-Barbierstube zum wahren sozialen Zentrum von Haría — dem Ort, an dem alles gewusst, geregelt und gefeiert wurde. Vorstandsmitglied des lokalen Fußballclubs, Helfer jeder Wohltätigkeitssache, stiller Beistand für jeden, der ihn brauchte, erhielt er zu Lebzeiten die Zuneigung aller und offizielle Ehrungen — die Goldmedaille der Kanaren 2011, die städtische Sporthalle mit seinem Namen. Im März 2025 weihte Haría auf seinem Platz eine Bronzestatue des Künstlers Rigoberto Camacho ein, die ihn zeigt, wie es sich gehört: sitzend in seinem Barbierstuhl, wartend auf den nächsten Nachbarn. Die Touristen fotografieren sich mit ihr, ohne zu wissen, wer er ist; du weißt es jetzt — und genau das ist die Idee dieses Cards.

Ein Genie der Physik, eine universelle Stimme und ein Barbier, der die Seele seines Dorfes war. Drei Beweise dafür, dass sich die Größe einer Insel nicht in Kilometern misst.

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